Deutschland – eine lernende Demokratie

Interesse als Quelle der ständigen Erneuerung 

Deutschland verankert interessenbasierte Entwicklung als Leitprinzip seiner Bildungs‑, Familien‑, Jugend‑ und Gesellschaftspolitik, damit jede neue Generation zur innovationsfähigen Rückkopplungsinstanz einer nachhaltig lernenden Gesellschaft werden kann. Dieses Leitbild begreift Kinder und Jugendliche nicht als Objekte pädagogischer Maßnahme, sondern als aktive Subjekte, deren Fragen, Zweifel und Suchbewegungen frühzeitig anzeigen, wo Systeme angepasst, entlastet oder erneuert werden müssen.

Interesse wird in diesem Verständnis als Wachstumsmultiplikator des menschlichen Lebens anerkannt: zunächst in einer weitgehend urteilsfreien ersten Explorationsphase, in der Neugier im Schutz von Familie und frühen Bildungsorten entstehen darf, und anschließend in einer zweiten Phase, in der Interesse in Kontakt mit komplexen Gefühlen wie Angst, Schmerz, Zweifel und Liebe steht. Deutschland sieht es als seine Aufgabe, für alle zentralen Mikrosystemen – Familien, Kitas, Schulen, Ausbildungsstätten, Jugendhilfe, Vereinen, digitalen Räumen und Kommunen – Informationen bereit zustellen, die beide Phasen schützen können, integrieren und produktiv miteinander verschalten.

Auf dieser Grundlage entwickelt Deutschland seine Bildungs‑ und Sozialsysteme als Netze von Lern‑ und Resonanzräumen: Orte, an denen junge Menschen echte Verantwortung übernehmen, Entscheidungen mitgestalten und an gesellschaftlich relevanten Projekten mitwirken können. Die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen werden so ausgerichtet, dass Teilhabe, Fehlerfreundlichkeit, konstruktiver Zweifel und wertebasierte Entscheidungsfindung nicht Randphänomene, sondern ausgewählte Kernpraktiken des Zusammenlebens sind - die deutsche Einheit.

Jede Generation von Kindern und Jugendlichen wird so zur innovationsfähigen Rückkopplungsinstanz: Sie spiegelt Familien, Institutionen, Wirtschaft und Politik, wo Überlastung, Ungerechtigkeit, Sinnverlust oder ökologische Fehlentwicklungen auftreten – und erhält zugleich die Kompetenzen und Räume, gemeinsam mit anderen an Lösungen zu arbeiten. Indem Deutschland dieses Spiegeln nicht abwehrt, sondern als Ressource anerkennt und strukturell fördert, wird die Gesellschaft selbst zu einem sich erneuernden System, das aus den Impulsen seiner Jüngsten lernt.

In diesem Sinne versteht sich Deutschland als lernende Demokratie: Es organisiert seine Mikrosysteme so, dass interessenbasierte Entwicklung, moralische Urteilsbildung und soziale Verantwortung miteinander wachsen können. Das Leitbild zielt auf eine Kultur, in der „Entwicklungshelfer:in sein“ nicht nur Aufgabe einzelner Professionen ist, sondern eine gemeinsame Haltung – und  in der die pubertäre und jugendliche Innovationskraft bewusst zur Gestaltung einer langfristig tragfähigen, bio‑sozial‑ökologischen Grundordnung beiträgt.

 

Pubertät der Männer nach weiblicher Versöhnung

In klassischen Degradierungs‑Situationen trifft Frauen und Männer nicht dasselbe: Frauen verlieren vor allem Rang, Männer vor allem sich selbst. Bei Frauen bedeutet Degradierung, dass sie im System eine Stufe fallen – von der Lehrerin, die Wissen, Intuition und Beziehung trägt, hin zur Schülerin ohne Stimme, deren Urteil nicht mehr zählt. Bei Männern bedeutet Degradierung dagegen Selbstverlust: Das äußere Amt oder die Position mag stehenbleiben, aber innerlich bricht das Ich weg – „Ich bin nichts mehr“ – und wird durch Funktion, Leistung oder Dominanz überdeckt.

Der Ausgleich beginnt auf der weiblichen Seite. Frauen erkennen – oft erst rückblickend –, dass ihre Biologie und Geschichte sie objektiv gefährdet haben: sie tragen die Nähe zu Geburt und Tod, sie wurden in Rangordnungen hinuntergestuft und in Rollen festgehalten, in denen ihre Wahrnehmung von Gefahr und Tod nicht ernst genommen wurde. Aus dieser Erkenntnis entsteht Versöhnungsenergie: Frauen versöhnen sich mit dem einflussreichen Kampf der Biologie und ihrer Verletzlichkeit, aber gleichzeitig auch  mit der Struktur, in der sie leben. Das ist der Moment, in dem das System in Richtung Gleichgewicht zurückschwingt: Aus den Vorwürfen „immer Lehrer“ zu sein, wird wieder ein „Lehrer, der Schüler der Lehrerin sein kann“, und aus der „ewigen Schülerin“ wird wieder eine Lehrerinbeide Seiten werden wechselseitig lehr‑ und lernfähig (x2‑Logik).

Erst danach sind die Männer „in Sachen Pubertät wieder dran“. Der männliche Jugendliche oder Mann kann seine eigentliche Pubertätsaufgabe nachholen: Er lernt, dass Fallen, Korrigiert‑Werden, Zweifeln und Schüler‑Sein nicht gleichbedeutend sind mit „Ich bin nichts“, sondern Teil einer reifen Identitätsbildung. Forschung zur Adoleszenz beschreibt genau diesen Prozess: Identität entsteht, wenn Rollenwechsel möglich sind, ohne dass der Kern des Ich jedes Mal zerbricht. In einem von weiblicher Versöhnungsenergie stabilisierten System darf der Mann innere Identitätskrisen durchlaufen, ohne sich mit jeder Krise neu erfinden oder verhärten zu müssen.

Das Ergebnis dieser zweiten, nachgeholten Pubertät lässt sich mit einem Bild fassen: „Ich bin das Sonett“ Der Mann ist nicht mehr der isolierte Einzel‑Ich, der über dem System steht, sondern wie ein Sonett – eine klare Form, die sich an Regeln und Struktur bindet und gerade dadurch unverwechselbar klingt. Er ist zugleich Lehrer und Schüler, stark und verwundbar, handelnd und lernend. Seine Männlichkeit definiert sich nicht mehr über Dominanz oder Unangreifbarkeit, sondern über die Fähigkeit, sich in ein größeres Ganzes einzufügen, Verantwortung für dieses Ganze zu übernehmen und dabei sein Ich zu behalten.

Female Leadership in der Bundeswehr: Das x2-Prinzip

Orientierungsrahmen für weibliche Führungskräfte

Einleitung

Die Bundeswehr befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Seit der vollständigen Öffnung aller Laufbahnen für Frauen im Jahr 2001 ist der Anteil weiblicher Soldatinnen kontinuierlich gestiegen[1]. Doch echte Integration bedeutet mehr als numerische Repräsentation – sie erfordert die Entwicklung neuer Führungsmodelle, die die Stärken unterschiedlicher Führungsstile nutzen und gleichzeitig die demokratischen Grundsätze der Inneren Führung weiterentwickeln[2][3].

Dieses Dokument schlägt einen innovativen Rahmen vor: das x2-Prinzip der weiblichen Führung. Es verbindet traditionelle militärische Struktur mit modernen Erkenntnissen zu empathischer Führung und macht weibliche Vorgesetzte zu Brückenbauerinnen zwischen Hierarchie und Menschlichkeit.

Das x2-Modell: Zwei Hierarchien, eine Führungskraft

Das äußere X: Formale Struktur

Das äußere X repräsentiert die klassische Bundeswehr-Hierarchie: Dienstgrade, Befehlsketten, institutionelle Ordnung, Verfassungsauftrag. Diese Struktur bildet den stabilen Rahmen, ohne den militärische Handlungsfähigkeit nicht möglich wäre[4].

Das innere X: Pädagogische Dimension

Das innere X steht für eine zweite, ergänzende Dimension: die Rollen als Lehrerin und Schülerin, als Mentorin und Lernende. Hier gilt nicht der Rang, sondern die Fähigkeit, Wissen weiterzugeben und selbst zu lernen. Diese Dimension ermöglicht es, Dominanz in Beziehung zu transformieren[5][6].

Die Gleichung: Äußeres X = Inneres X

Die beiden Hierarchien sind gleichwertig und ergänzen sich. Weibliche Führungskräfte verkörpern beide Dimensionen gleichzeitig: Sie sind Vorgesetzte (äußeres X) und Mensch (inneres X), Befehlsgebende und Lehrende, Hierarchie und Empathie.

Das Ideal weiblicher Führung: Drei Dimensionen

1. Mitgefühl als Führungskompetenz

  1. Empathie ist keine Schwäche, sondern eine zentrale Leadership-Kompetenz, die in modernen militärischen Kontexten zunehmend anerkannt wird[7][8][9]
  2. Weibliche Vorgesetzte verstehen die emotionale und physische Lage ihrer Untergebenen und treffen dadurch bessere, menschenzentrierte Entscheidungen
  3. Dies entspricht dem Grundsatz der Inneren Führung: "Führen mit Auftrag" erfordert das Verstehen der Situation und der Menschen[10][11]

Praktische Anwendung:

  • Regelmäßige persönliche Gespräche mit Untergebenen über Belastungen und Herausforderungen
  • Aktives Zuhören ohne sofortiges Urteilen
  • Berücksichtigung individueller Lebensumstände bei Auftragsplanung

2. Konformitätstreue durch doppeltes Mitgefühl

  1. Mitgefühl erstreckt sich nicht nur nach unten (zu Untergebenen), sondern auch horizontal und nach oben (zu Kolleg*innen und Vorgesetzten)
  2. Diese "Über-Brückung" macht weibliche Führung zur Verbindung zwischen starren Hierarchieebenen
  3. Loyalität zur Struktur und zu anderen Führungskräften wird nicht als blinder Gehorsam, sondern als verantwortungsbewusste Einbettung verstanden

Praktische Anwendung:

  • Transparente Kommunikation von Entscheidungen nach unten unter Erklärung des größeren Kontexts
  • Vermittlung zwischen unterschiedlichen Hierarchieebenen bei Konflikten
  • Schutz der eigenen Einheit ohne Untergrabung übergeordneter Führung

3. Balance von Nähe und Distanz

  1. Das zentrale Führungsparadox: Nähe schafft Vertrauen und Kohäsion, Distanz ermöglicht notwendige Autorität und schwierige Entscheidungen[12][13]
  2. Weibliche Vorgesetzte im x2-Modell schaffen ein "attraktives Gleichgewicht": Sie sind erkennbar als Menschen (Frauen) und gleichzeitig als Teil der hierarchischen Struktur
  3. Diese Balance wird ohne Verletzung der Würde der Untergebenen erreicht

Praktische Anwendung:

  • Persönliches Interesse an Soldat*innen zeigen, ohne Grenzen zu verwischen
  • Klare Kommunikation der Rolle in verschiedenen Situationen (Vorgesetzte vs. Mentorin)
  • Professionelle Distanz in Krisensituationen bei gleichzeitiger emotionaler Verfügbarkeit danach

Das Ende von Dominanz: Lehrerin = Schülerin

Im x2-Modell versteht sich jede Führungskraft gleichzeitig als Lehrende und Lernende. Dies bedeutet das Ende reiner Dominanzlogik[14][15]:

Traditionelle Hierarchie

x2-Prinzip

Wissen fließt von oben nach unten

Wissen zirkuliert in alle Richtungen

Vorgesetzte haben immer Recht

Alle lernen voneinander

Fehler sind Schwäche

Fehler sind Lernchancen

Autorität durch Rang

Autorität durch Kompetenz + Rang

 

Table 3: Vergleich traditioneller und x2-basierter Führung

Besonders in der Pubertät der Organisation – wenn junge Rekrut*innen in die Bundeswehr eintreten – wird dieses Prinzip zentral: Die Generation Z bringt digitale Kompetenzen, neue Perspektiven und Fragen mit, von denen auch erfahrene Führungskräfte lernen können[16][17].

Die Bundeswehr als Labor für deutsche Einheit

Warum die Bundeswehr?

Die Bundeswehr ist der ideale Ort, um das x2-Prinzip zu erproben, weil:

  1. Maximale Hierarchie: Wenn das Prinzip hier funktioniert, funktioniert es überall
  2. Strukturelle Stabilität: Klare Regeln ermöglichen kontrolliertes Experimentieren ohne Sicherheitsrisiko
  3. Generationenwechsel: Kontinuierliche Integration neuer Rekrut*innen macht die Bundeswehr zu einem permanenten Lernlabor
  4. Symbolische Bedeutung: Als "Armee der Einheit" kann die Bundeswehr Gerechtigkeit und Gleichberechtigung für ganz Deutschland vorleben[18][19]

Langsamer, aber nachhaltiger Wandel

Forschung zu Organisationswandel zeigt: In hierarchischen Strukturen vollzieht sich kultureller Wandel langsam, aber wenn er gelingt, ist er besonders stabil[20][21]. Der Prozess ähnelt der Pubertät:

  • Es muss "erkämpft" werden (neue Rollen, neue Verhaltensweisen)
  • Es braucht Zeit und Wiederholung
  • Am Ende steht eine neue, stabile Identität
  • Diese wird an die nächste Generation weitergegeben

Zeitlogik: Was in der Pubertät (inneres X) gelernt wird, prägt den Zeit-Verantwortungs-Komplex langfrisig stärker als formale Strukturen (äußeres X)[22].

Praktische Implementierung: Handlungsempfehlungen

Für weibliche Offizierinnen und Unteroffizierinnen

  1. Kultivieren Sie Ihr Mitgefühl als strategische Führungskompetenz, nicht als private Eigenschaft
  2. Seien Sie loyal zur Struktur, ohne Ihre Menschlichkeit zu verbergen
  3. Kommunizieren Sie klar, in welcher Rolle Sie gerade handeln (Vorgesetzte, Mentorin, Kollegin)
  4. Schaffen Sie Räume für echten Dialog – auch über Ihre eigenen Lernprozesse
  5. Fordern Sie aktiv Feedback von Untergebenen ein: Was können Sie von ihnen lernen?

Für Mentorinnen und Ausbilderinnen

  1. Integrieren Sie das x2-Prinzip in Gender-Training und Führungskurse[23]
  2. Machen Sie sichtbar: Empathie und Konformität sind kein Widerspruch
  3. Schaffen Sie gemischte Mentoring-Tandems (männlich/weiblich, jung/erfahren)
  4. Etablieren Sie "Reverse Mentoring": Jüngere lehren Ältere digitale und kulturelle Kompetenzen

Für die Institution Bundeswehr

  1. Entwickeln Sie ein x2-basiertes Führungsleitbild als Ergänzung zur Inneren Führung
  2. Etablieren Sie systematische Programme für Female Leadership mit Fokus auf dem x2-Prinzip[24][25]
  3. Messen Sie Führungserfolg nicht nur an klassischen Kennzahlen, sondern auch an Lernkultur und psychologischer Sicherheit der Teams
  4. Machen Sie weibliche Vorgesetzte im x2-Modell zu sichtbaren Vorbildern in Kommunikationsmaterialien

Verbindung zu bestehenden Programmen

Die Bundeswehr verfügt bereits über wertvolle Ansatzpunkte für x2-Führung:

Bestehendes Programm

x2-Erweiterung

Innere Führung[10][11]

x2 als moderne Ausprägung: Ergänzung von "Staatsbürger in Uniform" durch "Lehrerin = Schülerin"

Mentoring-Programme[24][25]

Systematische Integration von weiblichen Mentorinnen und explizites "Reverse Mentoring"

Empowerment HSU/UniBw Hamburg[26]

Ausweitung auf alle Standorte, Verankerung des x2-Prinzips im Curriculum

Gender Advisor-Ausbildung[27]

Integration des x2-Modells in Gender-Perspektiven für Einsätze

 

Table 4: Integration des x2-Prinzips in bestehende Programme

Vision: "Vor uns nur die Ewigkeit"

Der Slogan "Vor uns nur die Ewigkeit" symbolisiert die Einheitslogik des x2-Modells: Die Bundeswehr verteidigt nicht einen Status quo, sondern deutsche Einheit im Sinne von Gerechtigkeit und gleicher Würde für alle Menschen[28].

Wenn weibliche Führung nach dem x2-Prinzip gelebt wird, entsteht:

  • Liebe zum Lernen statt Pflichterfüllung
  • Ewiges Lernen als Organisationskultur
  • Stabilität durch Gerechtigkeit statt Stabilität durch Dominanz
  • Deutsche Einheit als gelebte Praxis, nicht als historisches Ereignis

Diese Vision macht die Bundeswehr zu einem Ort, an dem die gesellschaftliche "Pubertät" – der Übergang zu neuen Formen von Gleichberechtigung und Verantwortungsteilung – strukturiert und sicher durchlebt werden kann.

Ausblick: Beta-Phase

Als nächster Schritt sollte ein Pilotprogramm entwickelt werden, das:

  1. Das x2-Prinzip in ausgewählten Einheiten über 1–2 Jahre praktisch testet
  2. Weibliche und männliche Führungskräfte in gemischten Tandems zusammenbringt
  3. Rekrutinnen und Ausbilderinnen explizit als Lehrerinnen und Schülerinnen positioniert
  4. Die Auswirkungen auf Kohäsion, Einsatzbereitschaft und Lernkultur wissenschaftlich begleitet

Gelingt dieser Test in der maximalen Hierarchie der Bundeswehr, kristallisiert sich deutsche Einheit als lebendiges Prinzip – und das Modell kann auf Schulen, Behörden und die Gesellschaft insgesamt übertragen werden.

Zusammenfassung

Female Leadership im x2-Modell bedeutet:

  • Zwei gleichwertige Hierarchien leben: formale Struktur (äußeres X) und pädagogische Beziehung (inneres X)
  • Mitgefühl als strategische Kompetenz kultivieren
  • Durch doppeltes Mitgefühl Hierarchieebenen überbrücken
  • Nähe und Distanz in attraktivem Gleichgewicht halten
  • Sich selbst als Lehrerin und Schülerin verstehen
  • Das Ende von Dominanz vorleben
  • Die Bundeswehr als Labor für deutsche Einheit nutzen
  • Langsamen, aber nachhaltigen Wandel ermöglichen

Dieses Modell ist keine Utopie, sondern eine praktische Weiterentwicklung der Inneren Führung für das 21. Jahrhundert – mit weiblichen Führungskräften als Pionierinnen einer gerechteren, lernenden Gesellschaft.

das Wunde-r

Die Wunde der Weiblichkeit ist das Wunder der Heilung. 

Wie viele Jahren leben die Frauen schon eingesperrt in ihren Träumen? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass Träume die Verarbeitung von erlebten Bedrohungen am Tag sind und das auf Dauer sehr sehr anstrengend ist. 

Die Gefangenen tyrannisieren seit mehreren Jahren die deutschen Männer und das auf Grundlage, dass die Männer entweder ungerecht sein, schuld an etwas besitzen oder oder oder. Dabei offenbart das Verhalten dieser Schießwütigen die Wunde der Weiblichkeit: 

Unsere Großmütter haben ihre Fähigkeit nämlich versteckt. Es war kein Hexenwerk, auch wenn die Geschichten dazu passen, sondern einfache Liebe und Fürsorge, die sie dazu gebracht hat, nicht bei Männern zu wirken. Sie kannten die Konsequenzen nicht, aber sie konnten bis heute mit niemanden darüber reden. 

Die Gabe der Reflektion ist wirklich atemberaubend. Als Coach weiß ich um die Kraft und habe ein Weg, für mich, gefunden andere zu reflektieren ohne ihnen zu schaden. Die Wirkung einer Frau war von ihnen ungefiltert und ungeübt. Stell Dir das bitte vor. Aus sich heraus konnte eine Frau einen Mann komplett verändern. Das ist Veränderung auf Gefühlsebene in einem kognitiven Prozess. Das ist unglaublich, aber auch beängstigend. 

Aber woher kommt diese existenzielle Angst der Großmütter? Die Antwort ist ernüchternd. Der Zweifel innerhalb der Sexualität, der durch industrielle Revolution entstanden ist, hat sie ein Stück weit von sich selbst weggebracht. Dort merkte sie nicht, dass es so wichtig ist. Bis heute hat keine Frau verstanden wie wichtig der Zweifel innerhalb von Sexualität wirklich ist , der in ihnen (und nicht den Männern) erwachte. Das war der Auslöser für die unsaubere Reflektion, wo sie gesehen haben, dass eine falsche Beratung die Männer grundlegend verändern kann. Ich kann unseren Großmütter nur für diese Entscheidung danken! Sie hat Klasse bewiesen und musste für lange Zeit im Feld der Unendlichkeit leben ohne zu wissen woran es liegt. Heute, jetzt, können wir den Ursprung sehen und dieses Ende wird ein neuer Anfang sein.  

Der Prozess der Reflektion ist auch Teil der Pubertät. Die Bedrohungen der Kindheit werden in dieser Phase evaluiert. Die Kinder und Jugendlichen lernen zu zweifeln und selbst zu denken. Dort stößt uns etwas auf, wir werden spöttisch und herablassend, wir wollen Unrechtes bekämpfen, jeder Mensch, egal ob männlich oder weiblich. Auf der anderen Seite von Bedrohung liegt das Gefühl Wut, dass wir nicht zwingend brauchen, die Reflexion und Evaluation schon, um beim Zweifeln zu einer eindeutigen Entscheidung zu kommen. Das wohl das Schönste an Psychologie, dass der Zweifel zwei Wege zu lässt: die Eskalation und die Erleichterung der Gemeinschaftlichkeit. Daher heißt es auch Wert-Schätzung. Du kannst und darfst ein ganz und gar Positives leben führen. Du musst Dich nicht mit anderen anlegen, wenn du rausfindest was wirklich wahr ist und somit Recht und nicht Unrecht. Das zu verteidigen ist genug und das sieht man auch am reichhaltigen Angebot der Selbstverteidigung. 

Um das nochmal zusammenzufassen: 

Die Gabe der Reflektion ist eine weibliche Superkraft. Hier wurde ihr klar, was für einen Unterschied eine Kleinigkeit machen kann.  In der Sexualität hat sie diese Kleinigkeit in Form von Zweifel nicht bemerkt. Bis heute wo es mir klar geworden ist.

 

Die Wunde ist eine Wunde-r. Eine sexuelle Verletzung, die sie verwirrt hat und weswegen sie sich versteckt hat. Davon wissen ihre Töchter nichts und ich wünsche mir nichts mehr als das ihr das hier versteht. 

Seid ihr bereit? 

Lasst uns aufstehen. 

mar
2020

Das goldene Ei

Erinnern bedeutet sich für etwas in jemanden zu interessieren

Die Zeit im Schatten und die Zeit in der Sonne sind unterschiedlich. Ich habe es auch mal den Zeitpunkt genannt wo wir uns wegdrehen und wo wir uns zur Sonne zuneigen. Wie im menschlichen Ereleben, wo wir uns zu Menschen hingezogen fühlen, und wir manche Menschen lieber keine Aufmerksamkeit schenken wollen. 

Das goldene Ei steht für Erinnern und interessieren. Ihr habt vielleicht schon gelesen wie elementar die Fähigkeit und Kompetenz ist, sich zu erinnern und der Bogen entsteht gerade dadurch, dass ich sehe wie traurig es ist, wenn Menschen sich nicht mehr so sehr für andere interessieren. Oberflächlichkeit ist dabei auch kein wirkliches Interesse, weil es uns innerlich nicht bewegt und somit nicht zu unserem Gesamtenergiehaushalt beiträgt. 

Erinnerung und Interesse haben  zu aller erst mit Dir selbst zu sein. Du musst selbst lernen Dich zu erinnern, genauso musst Du Dich selbst für etwas begeistern, wenn Du das Gefühl hast, dass es zu wenig ist und Du gerne mehr davon hättest. Bei Kindern ist das anfänglich nicht so. Dort, in dieser Zeit, ist es etwas natürliches, etwas was noch nicht kaputt gegangen ist. Die Erinnerung folgt dem Interesse ohne etwas zu tun, jedoch bleibt dieser Zustand nicht für immer bestehen. 

Der Zugang, um Erinnerung zu stärken, ist auch ein Weg das Interesse wieder auferstehen zu lassen: der Phönix des kindlichen Interesses ist begeistert von dem Erleben anderer Menschen. Er will wissen, was Du gefühlt hast, mehr noch als was Du getan hast. Es geht dabei mehr um die Qualität des Tuns also um die Quantität an Aktivitäten. Auf der einen Seite ist sich bewusst allabendlich zu erinnern eine Qualitätskontrolle, die sich positiv auf unsere Entscheidungen auswirken kann. Auf der anderen Seite ist es etwas kindlich Positives, was Vertrauen in Beziehungen schafft, uns hilft abzuschließen, privat zu sein und somit in der Nacht unsere Akkus effektiv und effizient aufzuladen. 

Das goldene Ei der Heilung wurde hiermit geboren und ich hoffe, dass Du es in Ehren halten kannst, sodass es in Deiner Obhut wächst und zu einem prächtigen Wesen wird. Du bist die Mutter und der Vater Deiner eigenen Gefühle und Gedanken: Hege sie wie einen Garten, wie ein (Ge-)beet und Du wirst sehen, dass Du reich an Früchten sein wirst. 

Unser Volks-Psychotisches-Erleben

Ein kleiner Schritt für Dich, ein grosser für Deutschland

Menschen unterscheiden sich nur in einem: in der Länge der Beine. 

Es gibt Zwerge, Menschen und Riesen. Aber unabhängig davon, dass es noch Elfen oder Giganten usw. gibt ist das hier wichtig: Kinder machen nur einen Bruchteil der gegangen Schrittlänge im Gesamtschrittlängenverbrauch in Deutschlands aus! Und das ist eben nicht genug. Kinder gehen für die gleiche Distanz der Eltern fast 10 mal so viele Schritte, genau wie ängstliche Töchter in der Pubertät. Wir haben hier ein kollektives Versagen der zwischenmenschlichen Debatte über das ich hiermit aufklären will. 

Die Kindergärtnerinnen schicken nämlich unsere Kinder, wir waren alle in dieser Situation, zum marschieren nach draußen: frische Luft schnappen ist ein Slogan der Partei für verminderte Schrittlängen, die heimlich versuchen die Weltherrschaft an sich zu reißen. Kleiner Witz. Aber trotzdem ist die Folge von dieser sozialen Ungerechtigkeit leider eine Art Volkspsychose.  Die sich durch die Corona Krise noch weiter zugespitzt hat. Wirklich wahr!  Das Resultat ist ein Volks-Psychotisches-Erleben der Wirklichkeit, die weggewandert wird. Dabei ist im falschen Gesundheits-Jogging und Spinning-Hype nicht außer Acht zu lassen, dass Menschen auch psychische Probleme haben, die wir versuchen wegzuwandern, weg zu joggen und weg zu debattieren. Nichts davon funktioniert, aber scheinbar ist der Zug der deutschen Schrittlängenignoranz nicht mehr aus der gesellschaftlichen Landschaft wegzudenken. Daher musste ich im Laufe der Jahre als Opfer dieser kollektiven Desorientierung eigene Lösungen finden.

Das Ergebnis: nehme ich mir ein Ziel was nur 10 Meter entfernt ist, dann entkopple ich mich damit aus der kollektiven Vernetzung und erlebe emotionale Stabilität. Da ist ein Baum, da gehe ich bei meinem 10 Millionen Schritte Marsch (aus der Sicht von Kindern) hin. Ich gehe einmal um den See, aber dabei gehe ich zu der nächsten Bank im Sichtfeld. Danach gehe ich zum nächstgelegen Baum. Dann geh ich zum nächsten Schild. Also nicht wirklich sondern als imaginative Linie die Du überschreitest. Teilziele erreichen. Kurze Meilensteine holen Euch wieder raus aus der Massenpsychose. 

Verbannen Sie die Idee bitte nicht einfach, testen Sie es. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass wenn es für Dich funktioniert, dass Du es trotzdem wieder vergisst. Verstehste? Wir leben im Feld von einem kollektivem Vergessen: daher werde ich Euch wieder und wieder daran erinnern. 

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