
Kinderagenten:innen
Alarmsystem
Etwas fühlt sich komisch an → Das Agenten‑Signal geht an: „Achtung, hier stimmt was nicht ganz“
Distanz
Agent macht einen Mini‑Rückzug: stehenbleiben, atmen, Herz und Körper spüren, Situation von außen anschauen.
Identifikation der Zielpersonen
Wer ist hier eigentlich betroffen?
Wer ist traurig, wer hat Angst, wer ist wütend?
Bin ich es, ist es jemand anderes, sind wir mehrere?
Handeln (mit eingeschränkten Rechten)
Der Kinderagent wählt eine kleine, erlaubte Aktion: die Zielpersonen ansprechen, in den Arm nehmen, schützen (keine Eskalation ohne Sicherheitsfreigabe), kurz weggehen, zu einer Vertrauensperson gehen, Hilfe holen, „Stopp“ sagen
Bericht erstatten (optional, aber empfohlen)
Später zu Hause bei der „Basisstation Familie“ erzählen, was passiert ist, und gemeinsam überlegen, ob der Schritt hilfreich war und was man das nächste Mal tun könnte.
1. Tor der Pubertät: Evaluation
Unsere Kindheit muss verarbeitet werden: Gefühle liefern die nötigen Informationen
- Trauer: unrecht?
- Angst: unrecht?
- Furcht: unrecht?
- Wut: unrecht?
- Freude: Wichtigkeit
- Stolz: Wichtigkeit
- Geborgenheit: Wichtigkeit
- Nähe und Verbindung: Wichtigkeit
Pubertät heißt: die eigene Kindheit noch einmal bewusst anschauen
- Erinnern, was passiert ist
- Prüfen, was gerecht war und was nicht
- Verstehen, welche Schlussfolgerungen und Handlungen gefehlt haben
So entsteht Motivation:
- Du erkennst deine eigenen Bedürfnisse
- Du würdigst das Gute
- und verbindest Dich mit Kräften, die als Kind noch zu klein waren
Wertschätzung:
Du erkennst: Es gab Gutes in Deiner Kindheit – Menschen, Momente, Erfahrungen, die Dich getragen haben. Wenn Dir das bewusst wird, wächst Deine Freude am Leben und Dein innerer Boden wird stabiler.“
Eigene Kraft und Vorbild:
Gleichzeitig sieht Du klarer, wo Unrecht war – auch dort, wo das verletzt wurde, was Deinen Eltern wichtig war. Daraus entsteht Deine Verantwortung: Heute kannst Du anders handeln und damit ein Vorbild für die Einheit werden.“
Affirmationen:
„Ich muss meine Eltern nicht verurteilen, aber ich darf benennen, was Unrecht war.“
„Ich darf mir holen, was mir gefehlt hat – indem ich heute meine eigenen Bedürfnisse ernst nehme.“
„So endet die Spaltung in mir – und ich werde der Mensch, der ich als Kind gebraucht hätte.“


